Bericht

„Volles Haus“ beim Scheunenfest

Niederneisen. Die CDU Niederneisen hatte am Samstagabend mitten im alten Ortskern der Aargemeinde, in der ehemaligen Scheune von „Schmied-Fritz“, Tische und Bänke aufgestellt und mit Lampions und Lichterketten eine gemütliche Scheunenatmosphäre gezaubert.

Zum mittlerweile 14. Mal feierte man an gewohnter Stelle, Ecke Bachstraße/Rathausstraße, ein Scheunenfest, zu dem neben Parteifreunden und einigen Ehrengästen vor allem die Bürger der Gemeinde eingeladen waren. „Aus unserem anfänglichen Weinfest ist zwischenzeitlich das Scheunenfest geworden“, warf CDU-Urgestein und Ortsbürgermeister Karl-Werner Jüngst einen Blick zurück. Und er lieferte auch gleich die Begründung für den Namenswechsel: „Es hat sich herausgestellt, das wir in Niederneisen doch nicht so viele Weinliebhaber haben.“

Ob nun Wein- oder Scheunenfest, Zielsetzung dieser Veranstaltung sei seit dem Jahre 2000, dass die Bürger der Gemeinde im „Herzen unseres Dorfes zusammenkommen und die Gemeinschaft pflegen“, war vom Vorsitzenden des CDU-Ortsverbandes, Jürgen Lieber, zu hören. Lieber hatte in einer kurzen Begrüßung einige wenige Ehrengäste namentlich willkommen geheißen. So fand neben dem Beigeordneten der Verbandsgemeinde Diez, Emil Stoffl, den beiden Vorstandsmitgliedern der CDU-Seniorenunion Diez/Aar, Friedrich Rosendahl und Gerlinde Born, auch der Bundestagsabgeordnete Andreas Nick mittlerweile zum dritten Mal den Weg nach Niederneisen. „Diesmal aber erstmals als MdB. Das beweist, wer einmal beim Scheunenfest war, aus dem wird was“, scherzte Jüngst.

Zwar kam man im Verlauf des Abends nicht ganz an politischen Themen vorbei, doch sollte das gesellige Beisammensein im Vordergrund stehen. Zudem waren sich die CDU-Politiker einig, dass nach dem „Säbelrasseln“ im Wahlkampf wieder „angenehme Ruhe eingekehrt ist und parteiübergreifend mit sehr viel Bedacht versucht wird, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen“.

Für ausreichend Speis und Trank hatten die Organisatoren des Scheunenfestes gesorgt. Neben weiteren kulinarischen Leckereien fanden vor allem Spießbraten und halbe Hähnchen reißenden Absatz. Und neben manchem vollen Teller war dann doch hin und wieder ein gut gefülltes Weinglas mit einem Rebensaft zu registrieren. Warum vor allem Rotwein bevorzugt wurde, beantwortete eine Tischrunde augenzwinkernd: „Der Rote muss weg.“ Und dass der Regenbogen, der sich zu Beginn des Festes über Niederneisen spannte, kein „Schwarz“ beinhaltete, nahmen die Christdemokraten überaus gelassen hin.

Quelle: Nassauische Neue Presse vom 08. September 2014 (rpk)