Scheunenfest (fast) ohne Politik

Klassiker der CDU Niederneisen war „gerammelt voll“

Die große Politik spielte allenfalls eine Nebenrolle beim Scheunenfest der CDU Niederneisen. Im Vordergrund stand die Geselligkeit.

Niederneisen. Bei schönem Wetter und mit guter Laune trafen sich viele Niederneisener und auswärtige Gäste zum traditionellen Scheunenfest am Samstagabend mitten im Herzen der Aar-Gemeinde. Sie alle waren der Einladung des CDU-Ortsvereins zu dessen Traditionsveranstaltung (vormals auch als Weinfest bezeichnet) gefolgt.

Viele Ehrengäste

Bereits gegen 20 Uhr war kein Sitzplatz in der ehemaligen Scheune von „Schmied-Fritz“ (Ecke Bachstraße/Rathausstraße) zu finden. Viele fleißige Hände hatten die Scheune und den Platz davor für das 13. Fest vorbereitet. Tische und Bänke waren aufgeschlagen worden, und mit Lampions, Lichterketten und aufgespannten Sonnenschirmen hatten die Christdemokraten eine heimelige Atmosphäre geschaffen. So genossen neben Parteifreunden und einigen Ehrengästen vor allem die Bürger der Aar-Gemeinde das gesellige Beisammensein.

„Aus unserem anfänglichen Weinfest ist zwischenzeitlich das Scheunenfest geworden, da wir die Biertrinker ja nicht ausgrenzen wollen“, erläuterte der Vorsitzende des CDU-Ortsvereins, Jürgen Lieber, die Namensänderung des Festes während seiner launigen Begrüßungsrede. Er bat um Verständnis, einige wenige Gäste namentlich begrüßen zu dürfen. So hieß er neben dem Landtagsabgeordneten und Kreisvorsitzenden der CDU Matthias Lammert und dem Niederneisener CDU-Urgestein und Ortsbürgermeister Karl-Werner Jüngst vor allem den CDU-Direktkandidaten im Wahlkreis 205 Montabaur – Westerwald- und Rhein-Lahn Kreis, Dr. Andreas Nick, und dessen Vorgänger im Wahlkreis, MdB Joachim Hörster willkommen. In einer Video-Botschaft, die auf eine große Leinwand in der Scheune projiziert wurde, übermittelte die eingeladene, aber offenbar verhinderte CDU-Landeschefin Julia Klöckner die besten Grüße an die Aar.

Zwar kam man wegen den baldigen Wahlen an politischen Gesprächen nicht ganz vorbei, doch sollten die örtlichen Themen und das gesellige Beisammensein im Vordergrund des Scheunenfestes stehen. Und so wurden am Samstag an den Tischen vor allem über das am kommenden Wochenende anstehende Reitturnier in Niederneisen, über den begonnenen Sportplatzumbau und die 1:6-Klatsche der Frankfurter Eintracht gesprochen. Wählen mussten die Festbesucher trotzdem. Beim Bestellen von Speis und Trank mussten sie sich zwischen Bier und Wein, sowie Halben Hähnchen und Spießbraten entscheiden.

Quelle: Nassauische Neue Presse – 12. August 2013 von Rolf-Peter Kahl