Karl-Werner Jüngst führt CDU-Gemeindeverband

Harald Lang legt Amt nieder – Junge Union im Vorstand vertreten

Niederneisen. Karl-Werner Jüngst (58) ist neuer Vorsitzender im CDU-Gemeindeverband Aar. Er wurde in der Mitgliederversammlung einstimmig gewählt und tritt die Nachfolge von Harald Lang an. Neu im Vorstand ist Alan Nentwig aus Burgschwalbach. Er vertritt künftig die Interessen der Jungen Union Aar im Gemeindeverband. Als Neuanfang bezeichnete Harald Lang die Sitzung. Ein Neuanfang, bei dem die Christdemokraten geschlossen auftraten. Alle Vorstandsposten wurden ohne Gegenstimme oder Enthaltung besetzt. Alle Positionen erhielten 29 Jastimmen.

Als gleichberechtigte Vertreter von Karl-Werner Jüngst agieren jetzt Roswietha Werner (61) aus Flacht und Alan Nentwig (20). Schatzmeisterin bleibt Ingrid Jüngst. Als Beisitzer unterstützen Roselinde Zimmermann (Kaltenholzhausen), Fritz Schön (Hahnstätten), Wolfgang Ries (Niederneisen), Michael Grund (Oberneisen) sowie Achim Wallrabenstein (Niederneisen) den Vorstand. Roselinde Zimmermann erklärte sich bereit, den Schriftverkehr zu führen.

„Wir haben die Chance, viel zu bewegen“, kündigte Karl-Werner Jüngst einen aktiveren Gemeindeverband an. Harald Lang trat aus persönlichen Gründen von der Position des Vorsitzenden zurück: „Ich habe mich in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer wieder in die Pflicht nehmen lassen. Ihr wisst alle, dass ich mich in unterschiedlichen Funktionen ehrenamtlich engagiere“, betonte Lang und bat um Verständnis, dass er sich nicht mehr für einen Vorstandsposten zur Verfügung stellt. Lang fügte aber an: „Ich trete jedem inner- und außerhalb der Partei offen gegenüber. Das ist allerdings nicht mehr für alle CDU-Mitglieder an der Aar der geltende Standard.“

Matthias Lammert, Kreisvorsitzender der CDU, agierte als Versammlungsleiter und freute sich über die guten Perspektiven der CDU: „Die Junge Union ist ein sehr positives Zeichen, zudem haben wir an der Aar neue Mitglieder hinzubekommen.“ Karl-Werner Jüngst sieht den Gemeindeverband als Moderator der künftigen Meinungsbildung: „Es gibt in der Verbandsgemeinde Hahnstätten viele Themen mit offenen Fragen. Als Beispiel nannte er das Jugendtaxi, das nicht angenommen wird. Auch die Aartalbahn beschäftige die Bürger. „Es gibt dazu keine ausreichende Abstimmung zwischen den Gemeinden und der Verbandsgemeinde“, betonte Jüngst. Auch die Struktur- und Gebietsreform müsse thematisiert werden. „Wir werden zunächst mit allen Ortsverbänden in der VG sprechen und dann eine gemeinsame Linie fahren“.

Quelle: Rhein-Lahn-Zeitung – 2. Dezember 2011 von Uli Pohl