Junge Union Aar hat sich in der Politik etabliert

Bilanz Nachwuchsorganistion der CDU zeigt weiter Präsenz

Niederneisen. Vor einem Jahr hat sich die Junge Union Aar unter dem Vorsitz von Andreas Schelke gegründet. Seitdem haben die Jungpolitiker einiges bewegt. Ihre Arbeit wird sowohl auf kommunaler, als auch auf Landesebene wahrgenommen. Mittlerweile zählt die Junge Union Aar zehn Mitglieder. Die Zahl der Interessenten, die die ebenfalls politisch aktiv werden möchten, wächst. „Das erste Jahr diente zunächst der Findung. Danach haben wir uns orientiert und die wichtigen kommunal-, landes- und bundespolitischen Themen gesammelt und erörtert“, zog Andreas Schelke in der Jahreshauptversammlung eine erste Bilanz. So besuchten die Jungpolitiker die Grundschule Niederneisen und die Realschule plus in Hahnstätten, um sich über die aktuelle Bildungspolitik am Ort zu informieren. Zu Themen wie der Reaktivierung der Aartalbahn und der Ortsumgehung Flacht/Niederneisen hatte man sich mit Verantwortlichen getroffen und die Problematik diskutiert.

Intensiv nutzt die Junge Union die sozialen Netzwerke im Internet, um über ihre Ziele und eigene Initiativen zu informieren. Gemeinsam mit den Jusos und der Grünen Jugend versuchten sie im Netz eine eigene Seite für die Jungpolitiker in der Verbandsgemeinde zu entwickeln. Das gestaltete sich jedoch wegen des Datenschutzes schwierig. Mittlerweile haben die Jusos ihre Mitarbeit zurückgezogen.

Mit einem Fußballturnier auf dem Kleinspielfeld in Niederneisen hatte die Junge Union zahlreiche Kinder und Jugendliche mobilisiert. Mit der Kürzung der Mittel aus der Feuerwehrschutzsteuer hatte sich die Junge Union ebenfalls positioniert und für Aufsehen gesorgt. „Für weitere Themen wollen wir zukünftig noch enger mit dem CDU-Gemeindeverband zusammenarbeiten“, betonte Schelke.

In diesem Jahr haben sie das Thema Windkraft auf der Agenda. Zur Vorbereitung dient ein Infobesuch bei einem Hersteller für Windräder. „Falls Windkraftanlagen für die Verbandsgemeinde nützlich sind, müssen Möglichkeiten für eine reelle Umsetzung gesucht werden“, so Schelke. Er forderte die Gemeinden in diesem Punkt auf, innovativ zu sein und frühzeitig zu handeln. Dennis Maxeiner, Vorsitzender des Kreisverbandes der Jungen Union, lobte den Verband an der Aar für seine Bürgernähe und die Motivation, ständig neue Themen aufzugreifen. „Nachhaltige Arbeit ist wichtig“, sagte Maxeiner. Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Lammert teilte diese Meinung: „Die vielfältigen Aktivitäten des Nachwuchses sind auch beim politischen Gegner durch bewusst gesetzte Themen nicht unbemerkt geblieben.“ Niederneisens Ortsbürgermeister Karl-Werner Jüngst versprach weiterhin, die Jugendlichen zu unterstützen, denn die Kommunikation mit der Jugend könne nur von Vorteil sein: „Wichtig ist, dass ihr stets präsent seid.“

Quelle: Rhein-Lahn-Zeitung – 28. Februar 2012 von Anika Recktenwald