Bericht

Armin Bendel will Bürgermeister in Niederneisen werden.

CDU-Ortsverband wählt 48-Jährigen zum Kandidaten für die Nachfolge von Jüngst

Niederneisen. „Es gilt für uns, den Ball, den Karl Werner Jüngst 30 Jahre lang für Niederneisen gespielt hat, aufzunehmen und weiter zu tragen, die richtigen Pässe zu spielen und mit einem guten Ergebnis am Ende das Spiel zu machen“. Armin Bendel, vorgeschlagener Bürgermeisterkandidat der CDU Niederneisen, richtete in seiner Bewerbungsrede seine Zielsetzung fußballtaktisch aus.

Für den 48-jährigen Bendel, der in der Mitgliederversammlung einstimmig gewählt wurde, steht fest, dass Niederneisen auf dem, was Jüngst in seiner Amtszeit hinterlassen hat, aufbauen muss. Eine erfolgreiche Grundschule, ein gut funktionierender Kindergarten und eine starke Vereinsgemeinschaft seien Grundpfeiler, die es zu sichern und weiterzuentwickeln gelte. „Ein Kindergarten und eine Grundschule müssen mit Leben gefüllt werden, das heißt insbesondere mit Kindern. Wir müssen den Familien Raum geben, damit diese ihren Platz bei uns finden, das heißt, es bedarf auch neuen Baulands, damit Familien sich hier ansiedeln können“, so Bendel. Er vertritt die Maxime: „Wo Kinder sind, ist Zukunft, nicht nur in der Gemeinde, sondern auch in den Vereinen.“ Die TuS praktiziere die Mitgliedergewinnung seit geraumer Zeit sehr erfolgreich durch Kooperationen. Ohne starke Vereine und ohne eine funktionierende Vereinsgemeinschaft funktioniere kein Ort, keine Dorfgemeinschaft. Und eine Dorfgemeinschaft brauche auch einen Sammelpunkt: „Dieser Punkt muss nun endlich umgesetzt werden und die Grillhütte in einfacher und bezahlbarer Form wieder Mittelpunkt für unsere Feste und Familienfeiern werden. Dies geht nur mit Unterstützung aller Dorfbewohner.“ Ebenso verhalte es sich mit der Turnhalle. Hier gelte es, die TuS tatkräftig in ihren Bemühungen, die Turnhalle auch als Veranstaltungsort wieder nutzbar zu machen, zu unterstützen.

Im Rahmen einer Dorfmoderation möchte Bendel das bestehende Dorferneuerungsprogramm überarbeiten, Fördermöglichkeiten ausloten und Ziele für die Zukunft definieren. Dabei dürfe es keine Denkverbote geben, von der Ansiedlung von Gewerbe bis zur Reaktivierung der Aartalbahn von Limburg bis nach Wiesbaden, von den Möglichkeiten der alternativen Energien, der Möglichkeit, aus dem Aartal Rad- und Wanderweg mehr Nutzen zu ziehen, sowie dem regen Austausch mit anderen Kommunen. Bendel definierte die Aufgaben eines Bürgermeisters: „Er muss moderieren und motivieren, Ideen und Ziele abfragen, Interessen zusammenführen, gute Kompromisse anstoßen, aber auch in schwierigen Situationen den Mut haben, Entscheidungen zu treffen und diese transparent machen, um die Bürger mitzunehmen.“ Bendel ist in Niederneisen aufgewachsen, seit 1988 Mitglied der CDU und seit 1990 im Gemeinderat. Seit 2006 bekleidet er das Amt des Ersten Beigeordneten seiner Ortsgemeinde und seit 2004 auch den Posten des Dritten Beigeordneten in der VG Hahnstätten.

Die CDU Niederneisen wird Mitte März die Liste für den Gemeinderat aufstellen und ist stolz, dass viele junge Menschen Interesse haben, auf der Liste zu kandidieren, um Verantwortung im Gemeinderat zu übernehmen.

Quelle: Rhein-Lahn-Zeitung vom Samstag, 9. Februar 2019